Mokume Gane

Mokume Gane

100% Handarbeit

Mokume Gane ist eine alte japanische Goldschmiede-Technik und bedeutet soviel wie “Metall mit Holzmaserung”. Hierbei verschweisse ich in vielen einzelnen Arbeitsschritten unterschiedliche Edelmetalle miteinander, schmiede und tordiere sie, bevor ein fertiger fugenloser Ring daraus wird. So entstehen in unserer Goldschmiede-Werkstatt durch diese aufwendige Bearbeitung interessante und höchst lebendige Wellen- oder Sternmuster auf der Innen- und Aussenseite. Das Muster kann aufgrund der 3-dimensionalen Verarbeitung nie abgetragen werden. Jede neue Ringkreation wird so immer wieder zu einem absoluten Einzelstück.

Für mich ist Mokume Gane ganz eindeutig die Schönste und spannendste aller Arbeiten in meinem Beruf.

Viele Farb- und Musterkombinationen

Sie als Kunde entscheiden welche Edelmetall-Kombination ich für Sie zu welchem Muster verarbeiten darf. Farblich können Sie wählen zwischen weiss (Silber), anthrazit (Palladium), gelb (Gelbgold) und rot (Rotgold). Als Muster gibt es Wellen und Sterne als Grundformen, jeweils in geraden Anzahlen (2,4,6…). Auch konzentrische Kreise, auch Augenmuster genannt, sind möglich.

Sternmuster

Mokume-Gane_handgeschmiedet_Fingerring_Ag-935-Silber_585-Rotgold_500-Palladium_4Sterne_Goldschmiede_kleineRheinperle_Wacha

Wellenmuster

Mokume-Gane_handgeschmiedet_Trauringe_Ag-935-Silber_917-Gelbgold_500-Palladium_2Wellen_Goldschmiede_kleineRheinperle_Wacha

Augenmuster

Mokume-Gane_handgeschmiedet_Anhaenger_Ag-935-Silber_917-Gelbgold_Augenmuster_Goldschmiede_kleineRheinperle_Wacha

Gold, Silber & Palladium: Eine Verbindung fürs Leben

Mokume Gane ist wohl die aufwendigste Ehering-Schmiedetechnik, da sie unzählige Arbeitsschritte benötigt. Wie in einer Ehe bedarf es viel Geduld und Verständnis für die unterschiedlichen Partner, denn sie verhalten sich anders, wenn sie allein oder in enger Verbindung zu einem anderen Edelmetall stehen. Silber, Gold, Palladium, sie alle haben ihren eigenen Charakter und Eigenarten, die es beim Verschweissen zu berücksichtigen gilt, soll diese Verbindung doch ewig halten. Wie im richtigen Leben gilt auch hier: Wer Probleme früh genug erkennt und angeht, erspart sich später oft viel Schweiss und Tränen.

Ewige Verbundenheit

Das Schöne an der Entstehung von Mokume Gane Ringen ist auch, dass jeweils 2 Ringe aus einem gemeinsamen Barren geschmiedet werden. Ihre Ringe waren also in ihrem früheren Leben ein gemeinsames Ganzes und sind somit quasi Seelenverwandte.

Wie entstehen Mokume Gane Ringe?

Vorbereitung

Nach einem eingehenden Beratungsgespräch, in dem festgelegt wird, welche Kombination von Silber, Gold oder Palladium Sie wünschen, kalkuliere ich zunächst die Masse des benötigten Materials für jede Legierung. Wenn ich dann die rechteckigen Blechstreifen der Edelmetalle vorliegen habe, müssen diese zunächst extrem gut gereinigt werden, um zu sicherzustellen, dass sich beim Schweissprozess wirklich die gesamte Fläche jedes einzelnen Edelmetallstreifens mit dem benachbarten perfekt verbindet. Je nach dem gewünschten Muster werden die Streifen nun in der richtigen Abfolge gestapelt.

Verschweissen

Nun folgt ein heikler aber sehr wichtiger Schritt: mit 2 grossen Brennern muss der Stapel nun möglichst gleichmässig von allen Seiten erhitzt werden, bis knapp an den Schmelzpunkt. Zu viel Hitze lässt z.B. das Silber zerfliessen; zu wenig verhindert, dass sich eine dauerhafte Verbindung zum Gold oder Palladium einstellt.

Mustergebung

Anschliessend wird der Barren eingespannt und tordiert (verdreht). Je öfter, desto mehr Wellen oder Sterne entstehen. Nun teile ich den Barren in 2 Stücke, ab nun werden Damen- und Herrenring getrennt weiterbearbeitet.

Fugenloses Ringschmieden

Damit aus dem länglichen Barren ein runder Ring wird könnte man ja nach dem Verrunden einfach die Enden miteinander verbinden. Das wäre zwar einfach, hat aber einen ästhetischen Nachteil – eine sichtbare Unterbrechung im Muster – die Fuge. Noch dazu bin ich der Meinung, Trauringe sollten kein Anfang und Ende besitzen sondern aus einem Ganzen bestehen. Daher gehe ich den schwierigeren Weg. Ich säge den Barren in der Mitte nur soweit auf, dass ich ihn aufdornen kann, bis er nun endlich rund geschmiedet werden kann. Auch hier bedarf es wieder viel Feingefühl, da unterschiedliche Seiten des Rings dabei unterschiedlich beansprucht werden und bei zu starker Verformung Risse entstehen können.

Ein Stern wird geboren

Wünschen Sie nun Sterne als Muster, sind diese in diesen Ringen immer erst einmal auf der Innenseite zu sehen, die Wellen aussen. Nun folgt ein weiterer schwieriger Schritt: der Ring muss von innen nach aussen gestülpt werden. Auch hier gibt es wieder ungleichmässige Spannungen im Material, das bei zu wenig Zwischenglühen oder einem unbedachten Hammerschlag schnell zu Problemen führen kann. Wenn aber alles klappt wird man mit einem einzigartigen Muster belohnt, das mich jedes Mal aufs Neue begeistert.